Autokindersitze

Autokindersitze für Babys und KleinkinderADAC und Stiftung Warentest testen Autokindersitze

Jährlich werden zehntausende Kinder auf Deutschlands Straßen verletzt. Jedes dritte davon sogar im Auto. Durch einen guten Kindersitz können viele Verletzungen vermieden werden. Doch dafür muss der Kindersitz optimal zu Auto und Kind passen. Die Testsieger erhalten Sie günstig bei Amanzon.de

Auswahl des Kindersitzes – nach Größe und Gewicht

Maxi Cosi Pebble + Family Fix: ADAC / Stiftung Warentest "Testsieger"

Um den richtigen Autokindersitz für Ihr Kind zu finden, müssen einige Punkte beachtet werden, denn einen Sitz für alle gibt es nicht. Für die Auswahl des Sitzes sind das Körpergewicht und die Körpergröße des Kindes entscheidend. Zusätzlich dient das Alter des Kindes als Orientierungswert, da es für die Wahl des richtigen Sitzes wichtig ist. Hersteller von Kindersitzen teilen ihre Sitze in verschiedene Gewichtsklassen ein.
Für Babys gibt es die sogenannte Babyschale, die von der Geburt bis circa zum 15. Lebensmonat verwendet werden kann. Sie sollte das Baby im ersten Lebensjahr sicher auf Reisen begleiten.
Das nächst größere Modell des Kindersitzes gehört zur Gruppe I der Sitze und ist für Kinder von 9 bis 18 kg ausgelegt. Es gilt allerdings zu beachten, dass man schon dann auf das größere Kindersitzmodell umstellen sollte, sobald die Babyschale für das Kind zu klein wird.
Für Kleinkinder bis circa 36 kg verwendet man den Sitz der Gruppe II, der das Kind bis zum zwölften Lebensjahr sicher begleiten kann.
Für große Kinder gibt es dann den Sitz der Gruppe III.

Mitwachsende Kindersitze – nur bedingt geeignet
Mittlerweile gibt es sogar Kindersitze, die mitwachsen und so für zwei verschiedene Altersgruppe geeignet sein sollen. Der ADAC fand in seinen zahlreichen Tests jedoch heraus, dass das nur begrenzt funktioniert. Die getesteten Sitze, die laut Hersteller teilweise für Kinder ab einem Jahr bis zum zwölften Lebensjahr genutzt werden können, fielen in den Tests durch oder bekamen lediglich die Note „ausreichend“. Bei diesen Sitzen geht man also einen Kompromiss auf Kosten der Sicherheit ein.

Passt der Kindersitz zum Auto?
Beim Kauf des richtigen Sitzes ist ebenfalls darauf zu achten, dass der Sitz auch in das Auto passt. Um das herauszufinden sollte man den Sitz probeweise im Auto montieren und prüfen ob er stabil genug ist und nicht rutscht. Außerdem ist es immer ratsam auf die Meinung seines Kindes zu hören, schließlich muss es sich in dem Sitz lange Zeit wohlfühlen können.

Isofix – die sicherste Befestigung im Auto
Des Weiteren gibt es verschiedene Möglichkeiten den Kindersitz sicher im Auto zu befestigen. Die sicherste Methode ist die Isofix-Befestigung. Bei dem international genormten Befestigungssystem sind die Sitze mit einem eigenen Halterungssystem ausgestattet und haben in den Tests besonders gut abgeschnitten. Voraussetzung für Isofix ist allerdings ein modernes Auto mit Isofix-Ösen. Das Auto muss also auf den jeweiligen Kindersitz zugelassen sein.

Stiftung Warentest test Autokindersitze 2010

Kiddy Energy Pro - Test "Gut"

Der ADAC hat, gemeinsam mit der Stiftung Warentest, 22 Kindersitze für jedes Alter und in verschiedenen Gewichtsklassen getestet. Positiv: Für jede Alterstufe bis zwölf Jahren gibt es mindestens ein „gutes“ Produkt. Allerdings gibt es keinen Sitz, der mit „sehr gut“ bewertet wurde. 14 Sitze für Babys, Klein- und Schulkinder erreichen die Beurteilung „gut“, fünf „befriedigend“ und drei „ausreichend“. Die besten Produkte sind mit der Note 1,6 („gut“) der Maxi Cosi Pebble+Family Fix (Klasse bis 13 Kilogramm) und der Kiddy Energy Pro in der Klasse neun bis 18 Kilogramm. Beide Sitze lassen sich sehr leicht montieren und bekommen in der Kategorie „Bedienung“ sogar ein „sehr gut“. Drei Ausreißer können nur mit „ausreichend“ beurteilt werden: Der Casualplay PrimaFix (bis 10 Kilogramm), der Safety 1st Tri Safe+ (9-36 Kilogramm) und der Chicco Key 2-3 Ultrafix (15 bis 36 Kilogramm).

Seitencrashtest war bei der Beurteilung mitentscheidend

Testergebnisse im Überblick

Unter anderem wegen erhöhter Belastungswerte im Seitencrashtest kommt der Casualplay PrimaFix nicht auf ein besseres Bewertungsniveau. Genauso wie beim Chicco Key 2-3 rollt beim Test der Kopf des Dummys aus den Seitenwangen des Kindersitzes und berührt die Fahrzeugtür. Dies bedeutet ein zusätzliches Verletzungsrisiko für die Kleinsten. Außerdem sind beim Casualplay Möglichkeiten für eine fehlerhafte Bedienung gegeben, weil der Rückenwinkel des Sitzes abhängig vom Gewicht des Kindes mehr oder weniger geneigt werden muss. Auch die Sicherung des Kopfteils mit einem Zusatzgurt macht den Einbau sehr aufwändig. Der sicherste Sitz nützt nichts, wenn eine überdurchschnittlich hohe Gefahr zur Fehlbedienung gegeben ist. Deshalb zählt beim ADAC das Kriterium „Bedienung“ genauso viel wie die „Sicherheit“. Ebenfalls nur mit „ausreichend“ bewertet wurde der Safety 1st Tri Safe+ für Kinder von ca. einem bis zwölf Jahren. Bei diesem Sitz ist der Schulterbereich für größere Kinder viel zu eng geschnitten. Wird die Rückenstütze deshalb abgenommen, bietet er keinerlei Seitenaufprallschutz mehr.

Seitenaufprallschutz nicht gesetzlich vorgeschrieben
Der Seitenaufprallschutz spielt derzeit für die gesetzliche Zulassung von Kindersitzen immer noch keine Rolle. Der ADAC fordert deshalb die Aufnahme von Seitenaufpralltests in das Zulassungsverfahren. Der Club führt seit Jahren einen Seitenaufpralltest durch, weil Kinder bei dieser Kollisionsart besonders gefährdet sind. Dies gilt auch dann, wenn im Auto ein Kopf-Airbag vorhanden ist. Dieser reicht in der Regel nicht weit genug herunter, um den Nachwuchs seitlich zu schützen.

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